Digitales Storytelling am Hamburger Domplatz

Der Domplatz im Herzen der Hansestadt wird von vielen Hamburgern als kleine Oase im Schatten der Mönckebergstraße genutzt. Wenige Besucher des Platzes sind sich jedoch seiner historischen Relevanz bewusst. Das soll ein neues Projekt des Archäologischen Museums Hamburg nun auf digitale Weise ändern.

Im Rahmen des Projektes „SmartSquare“ erprobt das Archäologische Museum Hamburg in Kooperation mit der HafenCity Universität dort neuartige digitale Vermittlungskonzepte

Insgesamt drei Jahre lang wird das gemeinsame Verbundprojekt der HafenCity Universität Hamburg, des Archäologischen Museums Hamburg, des Netzwerks der digitalen Wirtschaft Hamburg@Work und eCulture.info entwickelt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Modellprojekt „SmartSquare“, das zukünftig auch auf andere Städte übertragen werden könnte. . Mit Hilfe des „digitalen Storytellings“ soll der Domplatz, der einstige Standort der Hammaburg und über Jahrhunderte hinweg geistig-kultureller Mittelpunkt der Stadt, wiederbelebt werden. Ziel ist die Erprobung von Formaten, die möglichst schwellenfrei funktionieren. Durch innovative Dienste sollen außerdem die Inhalte auch ohne räumliche Eingriffe an Interessierte gebracht werden.

Mehr dazu: Podcast zu Smart Square

 

 

Drei Angebote kann man bereits am Domplatz testen. Sie sind herzlich dazu eingeladen!

„ArchaeoScreen“  – Haben Sie zwei Minuten?

Seit dem Umbau des Gebäudes am Speersort 10  können Interessierte direkt gegenüber des Domplatzes die spektakulärste Außenstelle des Archäologischen Museums besuchen: den Bischofsturm, eines der bedeutendsten und das älteste Baudenkmal Hamburgs. Dort – im Schaufenster dieser Museumsfiliale finden Sie den „ArchaeoScreen“. Wie auf einer „digitalen Litfaßsäule“ werden dort  digitale Rekonstruktionen der Hammaburg aus dem 9. Jahrhundert sowie kleine Geschichten zu Fundobjekten rund um den Mythos Hammaburg gezeigt und erzählt – kurze Rätzel laden zum Grübeln ein. Zusätzlich wird über Aktuelles aus dem Archäologischen Museum Hamburg informiert und auf die neusten Angebote des Archäologischen Museums am Domplatz aufmerksam gemacht.

 

 

Moin! Ich bin HammaBot, der neue Kollege im Team SmartSquare

 

Dürfen wir Ihnen vorstellen? HammaBot.

Das Archäologische Museum hat gemeinsam mit hello.guide den Versuch gewagt, einen Media Guide zu entwickeln, der außerhalb der Museumswände funktioniert. Sowohl über WhatsApp als auch über den Messenger von Facebook können Sie  ihr Wissen rund um das Thema Hammaburg vertiefen und in einen Dialog mit den Experten treten. Mit einer einfachen Form von künstlicher Intelligenz, wird eine zweite Neuerung aus der digitalen Welt angeboten und das Medium ChatBot ausprobiert.

In nur wenigen Schritten ist die Verbindung hergestellt und los geht es mit kurzen Videos und Bildern. Dabei kann eigenständig zwischen verschiedenen Aspekten gewählt werden: Archäologie, Stadtgeschichte oder Stadtentwicklung. Wer will, kann auch seinen persönlichen Eindruck zum Platz, als Bild oder Text, mit dem Bot teilen.

Für die Nutzung des Bots muss nur die Nummer des HammaBot (+49 157 92385856; Datenschutzerklärung.) im Telefonbuch des eigenen Smartphones eingespeichert werden. Ist Ihnen der Facebook Messenger lieber? Dann folgen Sie diesem Link. (http://bit.ly/2PrIAOE  m.me/hammaBot)

Mit dem einmaligen Versand des vorgegeben Stichwortes „Moin“  startet dann der Dialog.

Einfach HammaBots Nummer im Telefonbuch speichern +49 157 92385856 und mit einem “MOIN” über WhatsApp kann’s losgehen!

Datenschutzerklärung.

Der Flyer zum Download: Hammabot Flyer

Sind Sie neugierig, wie es zu diesem Experiment kam und wie man sich die Arbeit dahinter so vorstellen kann? Dann hören Sie gerne in unsere Podcast Folge mit Ines Wörmann von hello.guide rein.

Mit offenen Augen und Ohren über den Domplatz

Egal, ob Sie gerade zu Hause sind oder unterwegs – unsere kurze Audio-Tour soll Sie mitnehmen auf eine kleine Reise zurück zu den Anfängen des heutigen Hamburgs. Gemeinsam mit Birge Tetzner von audio Konzept hat das Archäologische Museum eine kleine zeitreise vertont, die nicht nur etwas über die Hammaburg erzählt, sondern auch zur Platzgeschichte allgemein.

Wer einen Blick über den heutigen „Domplatz“ (tatsächlich ist diese Bezeichnung nicht im Straßenregister eingetragen) im Hamburger Stadtzentrum wirft, dem stellen sich vermutlich viele Fragen: „Warum sieht es hier so aus?“ „Was hat es mit den weißen Kuben auf sich und was sind das für Stahlblöcke?“ Oder auch: „Wo ist denn jetzt diese Hammaburg?“

Nehmen Sie sich kurz Zeit, wir entführen Sie in das 8. Jahrhundert und bringen Sie wohlbehalten wieder zurück.

Mit nur einem Klick zur AudioTour.

Wir haben es uns auch nicht nehmen lassen, nach Berlin zu fahren und hinter die Kulissen von audio Konzept zu blicken. Das Gespräch haben wir natürlich aufgenommen. Mehr hier.

 

Immer noch nicht genug über die Hammaburg erfahren?

Die erfolgreiche Ausstellung „Mythos Hammaburg“ ist auch digital zu erleben!

Dass Kultur und moderne Technologie Hand in Hand gehen können, beweist auch das Google Art Project: Hier können Kulturinteressierte bequem mit wenigen Klicks Museen aus der ganzen Welt entdecken. Das Archäologische Museum Hamburg ist mit seiner Ausstellung “Mythos Hammaburg” auf der Plattform vertreten.

Drei große Ausstellungen digital erlebbar

Von Oktober 2014 bis April 2015 zeigte das Archäologische Museum Hamburg die erfolgreiche Ausstellung “Mythos Hammaburg – Archäologische Entdeckungen zu den Anfängen Hamburgs”. Wer die viel beachtete Schau verpasst hat, hat immer noch die Gelegenheit zu einem virtuellen Besuch. Bequem vom Sofa aus können drei große Ausstellungsbereiche digital besucht werden: “Hammaburg und die Anfänge Hamburgs”, “Hammaburg und Ansgar” und “Die archäologischen Funde aus Hammaburg” sind auf der Internetseite des “Google Cultural Institute” zu sehen. Die drei Ausstellungsthemen werden zudem automatisch als zweisprachige APP für Android-Smartphones angeboten. Damit hat das Museum seinen Online-Auftritt erneut konsequent ausgebaut.

 

Hammaburg und die Anfänge Hamburgs

 

Hammaburg and Ansgar

 

 

Die archäologischen Funde aus Hammaburg