In dieser Rubrik finden Sie Ankündigungen künftiger Veranstaltungen.

Exkursionen und Studienreisen

Hier finden Sie alle Exkursionen aufgeführt, zu denen der Museumsverein in diesem Jahr einlud. Auch weitergeleitete Einladungen befreundeter Museumsvereine an die Mitglieder unseres Museumsvereins finden Sie dort. Meist handelt es sich um Halbtages- oder Eintagesexkursionen; manchmal organisieren wir auch Zwei- und Dreitagesexkursionen.
Einmal jährlich bieten wir eine acht- bis vierzehntägige Studienreise an.
Alle Exkursionen und Studienreisen des Museumsvereins haben einen archäologischen und/oder stadtgeschichtlichen Hintergrund.
Sie finden Ausschreibungsunterlagen, sobald die Exkursions- oder Studienreiseplanung vorliegt.

 

Ganztagesexkursion Sonntag, 12. Januar 2014 Braunschweigisches Landesmuseum zur Ausstellung “Die Römer kommen!” sowie Städtisches Museum Braunschweig zusammen mit dem Hamburger Vorgeschichts Verein

Foto: Elke Dreyer

Die lange Fahrt zum Braunschweigischen Landesmuseum zur Ausstellung “Die Römer kommen!”, mit dabei: HamburgerVorgeschichtsVerein, hatte sich gelohnt. Weit über anderthalb Stunden fanden die sachkundigen Führungen des wissenschaftlichen Projektleiters und des Grabungsleiters durch die 2008 bis 2012 bei Prospektionen und Ausgrabungen entdecken Fundstücke von “ROMS VERGESSENEM FELDZUG” statt. Die spektakulären archäologischen Funde eines der am besten erhaltenen antiken Schlachtfelder Europas, deuten auf Kampfhandlungen zwischen Römern und Germanen in der ersten Hälfte des 3. Jahrhunderts n. Chr. hin. Die ganz frische Interpretation der Erkenntnisse der historisch nicht beschriebenen militärischen Invasion zur Herrschaftszeit des Soldatenkaisers Maximinus Thrax am Harzhorn, westlich der A7 zwischen den AS Seesen und AS Echte gelegen, machten neugierig auf die Ergebnisse der wissenschaftlichen Befundungen, die in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zu erwarten sind.

Danach beeindruckten lauter engagierte, ehrenamtliche Führer, die mit profundem Detailwissen und sprudelnder Begeisterung für ihre Heimatstadt durch die stadtgeschichtliche Dauerausstellung des Städtischen Museums Braunschweig, Zweigstelle Altstadtrathaus, führten. Neben den sachlichen Inhalten der Führung, Exponate und Hintergrundinformationen, überzeugten sowohl die räumlichen Gegebenheiten dort als auch das tadellos funktionierende Konzept der Sonderführungen.

Ganztagesexkursion am Samstag, 10. Mai 2014 als Busreise zum neueröffneten paläon – Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere und zur Besichtigung der mittelalterlichen Universitätsstadt Helmstedt

Foto: Helga Weise

Das Land Niedersachsen hat im Jahr 2013 ein futuristisches Gebäude neben den Braunkohletagebau von Helmstedt gesetzt, das Paläon mit 300.000 Jahre alten Artefakten.
Das war das Exkursionsziel des Museumsvereins im Mai 2014

Die Schöninger Speere: Der unaufgeklärte Betrachter sieht acht schlichte Holzstöcke. Erst das Museum neben dem Fundort öffnet uns die Augen: Die ältesten Jagdwaffen der Menschheit haben 300.000 Jahre in der Erde überdauert und wurden 1994 von einem Archäologen entdeckt. Das Holz für die Speere stammt vom nahegelegenen Höhenzug Elm. Die Menschen gingen am See auf die Jagd nach Urpferden. Einzelne oder geballte Würfe trafen die Przewalski-Pferde (heute laufen ihre nachgezüchteten Vertreter neben dem Gebäude auf der Weide). Frisches Fleisch von erlegten Tieren konnte jetzt zubereitet werden anstelle von Aas; ein gewaltiger, gesundheitlicher Fortschritt für unsere Vorfahren. Eine Künstlerin bildete den Homo Heidelbergensis nach. Der Museumsführer anerkennend: “Er hat seine Möglichkeiten gut genutzt und sich intelligent verhalten.”

Text: Helga Weise

Ganztagesexkursion Samstag, 12. Juli 2014 nach Glückstadt mit Führung durch das Detlefsen-Museum und zum Rundgang durch die Glückstädter Altstadt unter stadtgeschichtlichen Gesichtspunkten

Foto: Irmtraut Möller

Bei herrlichem Sonnenschein besuchten wir Glückstadt. Wir lernten zunächst ein kleines, aber feines Stadtmuseum (Detlefsen-Museum im Brockdorff-Palais) kennen mit der Darstellung der interessanten 400jährigen Stadtgeschichte.
Nach einer Mittagspause bei einem vorzüglichen Matjes-Büffet im “Kandelaber” führte uns unsere sehr engagierte Stadtführerin Renate auf einen Stadtrundgang zwischen Marktplatz, Fleet und Hafen. Der durch eine Dockschleuse vor Sturmfluten gesicherte Binnenhafen begeisterte durch seine geglückte Raumaufteilung zwischen notwendigem Gewerbe und den Wohnbereichen. Eine Idee für den Harburger Binnenhafen?
Wir sahen eine sehr idyllische Kleinstadt mit gepflegten Straßenzügen und Häuserfronten – von vielen Rosensträuchern geschmückt. Die Planung und Ausführung einer Polygonalen Stadt im Elbe-Sumpfgebiet durch den dänischen König Christian IV. beeindruckt noch heute als geniale Stadt der “kurzen Wege”.
Text: Irmtraut Möller

12-tägige Studien-Exkursion von Sonntag, 03. bis Donnerstag, 14. August 2014 nach Südengland und Cornwall. Römische Geschichte, keltischer Sagenkreis und englische Historie, mystische Steinkreise und bezaubernde Landschaften. Drei Hotelaufenthalte in ausgesuchten, schnuckeligen Häusern in Bramber near Brighton, in St. Agnes in Cornwall und in Bath.

Stonehenge

Die diesjährige Exkursionsreise führte in den Süden Englands zu prähistorischen Steinkreisen, in die römische Geschichte, zum keltischen Sagenkreis und zur angelsächsischen Historie. Romanische und gotische Kathedralen und mittelalterliche Stadtbilder fügten sich in das moderne pulsierende Leben. Die lieblichen Landschaften des sanften Hügellandes mit den typischen Hecken und Steinmauern bezauberten ebenso, wie die Urwüchsigkeit des Dartmoors die Phantasie anregte, sich gruselige Schauermärchen im Nebel vorzustellen: Gar nicht so einfach, weil die Sonne englanduntypisch während der ganzen Reise alle mit ihrem Strahlen verwöhnte. Das Britische Museum in London war nur einer der Höhepunkte. Gleich stark, aber von ganz anderer Natur war die Anziehung, die von den englischen Gärten und Parks und den darin platzieren herrschaftlichen Schlössern, den ehemaligen Landsitzen der Lords ausging. Sachkundige Führung und fröhliche Gemeinschaft trugen rundum beide zum Gelingen der Studienreise bei.

Exkursion zum Ausgrabungsfeld “Harburger Schloßstraße” am Donnerstag, 30. Mai 2013

Foto: Peter Hornberger

Die Exkursion zum bodendenkmalpflegerischen Ausgrabungsfeld “Harburger Schloßstraße” für alle befreundeten Museumsvereine war ein voller Erfolg bei strahlendem Wetter. Das Verständnis und die Begeisterung für Archäologie, Bodendenkmalpflege, das Helms-Museum und Harburg wurden intensiv geweckt und gesteigert. Auf dem Foto sieht man einen kleinen Teil der sehr großen Gruppe, der der Grabungsleiter Dr. Philip Lüth Ergebnisse auf dem Grabungsfeld 3 nahe brachte.

Exkursion zum Ohlsdorfer Friedhof zur Zeit der Rhododendrenblüte am Sonntag, 09. Juni 2013

Foto: Selma Skwirblies

Die Vertreterin von Frau Dr. Behrens, Frau Petra Schmolinske, hat die gewünschten Vorgaben, die Teile des Ohlsdorfer Friedhofes zu zeigen, die im Zusammenhang mit Archäologie und Geschichte der Ursprünge in Verbindung zu sehen sind, hervorragend umgesetzt. So konnte sie uns den Grabstein der ersten Beisetzung vom 1. Juli 1877 zeigen, dem Datum der amtlichen Eröffnung des Ohlsdorfer Friedhofs. In diesem Zusammenhang sei uns Harburgern die Bemerkung erlaubt, dass unser Alter Friedhof in Harburg fast 50 Jahre älter ist. Frau Schmolinske fand auch einen interessanten Bogen zu den Mausoleen und insbesondere zu dem kubischen, avantgardistischen Mausoleum des noch lebenden F.C. Gundlach. Harburgensien wie die Grabstellen Thörl und Brinckman sowie ein von Bossard gestaltetes Grabdenkmal hat die über 20 Teilnehmer an der Führung erfahren lassen dürfen, dass Ohlsdorf letztlich doch der größte Park-Friedhof der Welt ist, obwohl der Zentralfriedhof in Wien mehr Bestattungen zählt und Teheran flächenmäßig den größten Friedhof der Welt beherbergt, was wiederum daran liegt, dass der muslimische Glaube von einer Wiederauferstehung ausgeht und daher eine Grabstelle nicht ein zweites Mal belegt werden darf. Zwischen den einzelnen Besichtigungspunkten durften wir durch üppig in unterschiedlichen Farben blühende Rhododendren-Alleen gehen. Da es sich nur um einen Teilaspekt des Gesamtareals handeln konnte und sollte, wurden unter den Teilnehmern Stimmen laut, die eine Wiederholung unter anderen Vorgaben andachten.

Exkursion nach Salzhausen mit Besichtigung der Ausstellung “Die Lebenden und die Toten” und anschließender Besichtigung archäologischer Denkmäler rund um Salzhausen am Samstag, 22. Juni 2013

Foto: Peter Hornberger

Die archäologische Exkursion führte nach Salzhausen, wo der Bodendenkmalpfleger des Landkreises Harburg und Kurator der Wanderausstellung “Die Lebenden und die Toten” zunächst anderthalb Stunden sehr spannend und mit viel Hintergrundinformation durch seine Ausstellung führte. Genauso gebannt folgten die 27 Teilnehmer seinen Ausführungen an den megalithischen Bodendenkmälern im Umkreis von Salzhausen. Das lokale Fernsehen hat die Gelegenheit genutzt, davon eine Dokumentation zu erstellen (www.salzhausen-tv.de). Das Wetter, die Gaststätte zur Mittagspause und die interessierte Zuhörerschaft passten hervorragend zur Abrundung des Erlebnisses.

Exkursion nach Uelzen mit Besichtigung stadthistorisch Vergleichbarem mit der Entwicklung Harburgs, z. B. dem Eisenbahnverkehr, und Besichtigung des “Hundertwasser-Bahnhofs” am Samstag, 03. August 2013

Foto: Peter Hornberger

Mitten in der Urlaubszeit machte sich eine kleine Gruppe Interessierter bei Kaiserwetter auf nach Uelzen, um Konzept, Ausführung und Finanzierung des unter Denkmalschutz stehenden, wilhelminischen Bahnhofsgebäudes in seine gleichzeitig das Historische bewahrende und die Umwandlung in den avantgardistischen und weltbekannten “Hundertwasserbahnhof” zu verstehen. Auch wer schon oft in Uelzen umgestiegen ist, braucht die fachkundige Erläuterung, um das Gesamtkonzept und die Details im letzten ausgeführten Werk des skurrilen Ausnahmekünstlers zu erkennen.
Ebenso aufschlussreich war die von Frau Dr. Leonhard als designierter Leiterin der Stadtgeschichtlichen Abteilung des Helms-Museums vorbereitete stadthistorische Besichtigung der gut erhaltenen historischen Innenstadt von Uelzen. Eventuelle Vorurteile, Uelzen sei ein langweiliger und unattraktiver Ort in abgelegener Heiderandlage wurden gründlich aufgeräumt.

Stadtgeschichtliche und archäologische Studienreise in die Emilia Romagna und an den Gardasee. Römisches Erbe und mittelalterliche Stadtbilder – mit Verona und Mantova. Dienstag, 03. bis Freitag, 13. September 2013.

Foto: Steffi Kröger

Römische Säulen, Byzantinische Mosaiken, Romanik, Gotik, Gibellinische Schwalbenschwanz- und Guelfische Wolfszahnzinnen, Renaissance, Barock – Tempel, Villen, Kirchen, Burgen, Schlösser – bei Dauersonnenschein und lapislazuliblauem Himmel, beeindruckend belesener Reiseführung und stramm geführtem Programm grasten 33 Museumsfreunde täglich durch mehrere, verschiedenen Orte der Romagna,der Emilia, des westlichen Veneziens, der östlichen Lombardei und auch des südlichen Zipfels des Trentino die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Regionen ab. Erholsame Ruhepausen und lokale kulinarische Spezialitäten führten zu weiteren bleibenden Sinneseindrücken. Hirne und Hüften haben ordentlich dazugewonnen; mit bleibenden Impressionen für Augen, Gaumen, Nase und Ohren sowie der Vorfreude auf eine nächste Studienreise kehrten alle geschafft, gesättigt und bereichert zurück.