Das Archäologisches Museum Hamburg und Stadtmuseum Harburg feiert den Künstler Heino Jaeger

Heino Jaeger Festspiele 2022 und Ausstellung „Man glaubt es nicht“

Das Archäologische Museum Hamburg und Stadtmuseum Harburg feiert das zu Unrecht als Geheimtipp gehandelte Multitalent Heino Jaeger: Der 1938 in Harburg geborene Künstler wurde in den 70er-Jahren mit skurrilen Sketchen und Monologen in Rundfunk und Fernsehen als „Dr. Jaeger“ zur Kultfigur. Vielen seiner Zunft gilt er als „Meister von uns allen, ein Genie und bis heute unerreicht“ (Olli Dittrich).

 

Die wahre Vielfalt von Jaegers Werk blieb der breiten Öffentlichkeit jedoch verborgen. Das Archäologische Museum Hamburg und Stadtmuseum Harburg hat eine besondere Verbindung zu ihm — Jaeger war viele Jahre im Hause als „Scherbenzeichner“ tätig. Nun ehrt das Museum den Maler, Grafiker, Sprachkünstler und Auftrittsaktivisten aus Anlass seines 25. Todestages gleich doppelt: mit einem dreitägigen Heino Jaeger-Festival vom 7. bis 9. Juli und einer Ausstellung vom 7. Juli bis 21. August.
Tickets sind ab sofort online erhältlich.

 

 

Heino Jaeger in den frühen 1970er-Jahren, Foto: Harold Müller.

 

Heino Jaeger im AMH

Bis heute hat er eine eingeschworene Fangemeinde, und jüngst wurde ein von seinem Leben inspirierter Roman von Rocko Schamoni veröffentlicht: Heino Jaeger. Unter Komiker-Kollegen und -Kolleginnen wird er verehrt. Zu seinen Bewunderern zählen auch Loriot und Olli Dittrich. Heino Jaeger wurde u. a. durch satirische Sendungen im Radio bekannt, in denen er brillant Klischeetypen imitierte und parodierte. Als Maler und Grafiker ist er jedoch meist nur Kennern bekannt.

 

Die Leistungen des Künstlers, der 1997 im Alter von nur 59 Jahren verstarb, gelten vielen aber als unbestritten und verdienen es, nicht vergessen zu werden. Aus diesem Grund erinnert das Archäologische Museum Hamburg und Stadtmuseum Harburg mit dreitägigen „Heino Jaeger Festspielen“ vom 7. bis 9. Juli und einer Heino Jaeger-Ausstellung ab dem 7. Juli an diesen besonderen Künstler.

 

 

Zeichnung (ohne Titel), Sammlung: Archäologisches Museum Hamburg und Stadtmuseum Harburg © AMH.

 

 

Schon zu seinen Lebzeiten waren Heino Jaeger und das Museum eng miteinander verbunden: Hier – im ehemaligen „Helms-Museum“ – war Jaeger seit 1967 immer wieder als Zeichner von archäologischem Fundmaterial tätig. Er entwarf ebenfalls das ab 1973 im Museum ausgestellte „Panorama der Jahrtausende“. Schon 1988 widmete das Haus seinen zeichnerischen Werken eine Ausstellung, denn es besitzt über 50 Zeichnungen, Gemälde und Grafiken Jaegers.

 

Die für Heino Jaeger wichtigste Szene im „Panorama der Jahrtausende“ war die Gegenwart mit zahlreichen Spuren der Umweltzerstörung, wie Müllkippen und Autobahnen. © AMH.

 

 

Zu seinem 25. Todestag wollen sich nun Weggefährten, Bewunderer und Fans im Rahmen von Festspielen und einer Ausstellung noch einmal vor dem Künstler verbeugen.

 

Die Heino Jaeger Festspiele 2022

Gemeinsam mit dem Mitinitiator Rocko Schamoni, der als künstlerischer Leiter fungiert, veranstaltet das AMH ein dreitägiges Festival zu Ehren von Jaeger. Das Programm der „Heino Jaeger Festspiele 2022“ spielt mit den zahlreichen Facetten seiner Kunst. In Lesungen und Konzerten kommen Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die ihm in ihrer Gesellschaftsferne, Komik und Non-Konformität nahestehen und als Jaegers Schwestern und Brüdern im Geiste bezeichnet werden können. Mit dabei sind neben Rocko Schamoni selbst auch Heinz Strunk und Jacques Palminger, Fritzi Ernst sowie Weggefährten Heino Jaegers, Gerd Kroske, der Regisseur des Dokumentarfilms „Heino Jaeger – look before you kuck“, und weitere Künstler.

 

 

 

 

Termine
7. Juli, 19-23 Uhr: Eröffnung, Gespräch und Film mit Regisseur Gerd Kroske
8. Juli, 18-23 Uhr: Gespräch, Lesung und Konzerte mit Rocko Schamoni, Frau Kraushaar uvm.
9. Juli, 18-23 Uhr: mit Ferdinand Führer & Roland van Oystern, Heinz Strunk uvm.

 

Tickets
7. Juli: 10 Euro
8. /9. Juli: 19 bis 39 Euro

 

Ort
Helms-Saal, Archäologisches Museum Hamburg und Stadtmuseum Harburg, Museumsplatz 2, 21073 Hamburg

 

 

Tickets sind ab sofort online erhältlich.

 

 

 

 

Die Heino Jaeger-Ausstellung „Man glaubt es nicht“

Die begleitende Ausstellung „Man glaubt es nicht“ zeigt eine Auswahl von Jaegers Bildern und Zeichnungen aus der Sammlung des Archäologischen Museums Hamburg und Stadtmuseums Harburg sowie ausgewählte Leihgaben.

 

Eröffnet wird die Ausstellung am 7. Juli im Rahmen der „Heino Jaeger Festspiele“ in Verbindung mit der Filmvorführung „Heino Jaeger – look before you kuck“ (D 2012, Regie: Gerd Kroske). Der Ausstellungsbesuch ist bereits ab 15:00 möglich und mit einem Festspiel-Ticket für den 7. Juli kostenlos.

 

 

Laufzeit
7. Juli bis 21. August 2022

 

Öffnungszeiten
Dienstag – Sonntag von 10-17 Uhr, Montag geschlossen

 

Eintritt
Erwachsene 6 Euro; ermäßigt 4 Euro

 

Ort
Stadtmuseum Harburg, Museumsplatz 2, 21073 Hamburg

 

 

Gemälde (ohne Titel), Sammlung Galerie Zwang © Galerie Zwang.