Ausstellung des Archäologischen Museums Hamburg im Mahnmal St. Nikolai

Ausgegraben. Archäologische Forschungen zur Nikolaikirche

 

2. September bis 22. November 2020

 

Mit dieser Ausstellungs-Kooperation schlägt das Archäologische Museum Hamburg wieder ein neues spannendes Kapitel der Geschichte Hamburgs auf: Im Herzen der Stadt, am Nikolaifleet, führte das Museum in den letzten Jahren mehrere Ausgrabungen durch. Das Gebiet birgt ein für Hamburg einzigartiges Bodendenkmal, denn auf diesem Areal sind Reste der 1195 zum ersten Mal schriftlich erwähnten Kirche St. Nikolai erhalten. Die Geschichte dieser einstigen Hauptkirche ist aufs engste mit der Stadtgeschichte der Hansestadt verbunden und die Ausgrabungen der Archäologen haben zahlreiche neue Erkenntnisse zu ihrer wechselvollen Baugeschichte erbracht. In einer Ausstellung im Kellergewölbe des Mahnmals St. Nikolai erhalten die Besucher ab dem 2. September nun erstmals einen exklusiven Blick auf Funde und Ergebnisse dieser Forschungen.

 

St. Nikolai vor dem Großen Brand 1842, kolorierte Lithografie um 1835 von Peter Suhr (1788-1857)

St. Nikolai vor dem Großen Brand 1842, kolorierte Lithografie um 1835 von Peter Suhr (1788-1857)

Szene einer Ausgrabung 2006

Auf der Ausgrabung 2006: Erstmals seit dem Großen Brand 1842 tauchen wieder die Fundamente der Nikolaikirche auf

 

Sie ist ein Wahrzeichen Hamburgs – die neogotische Ruine der ehemaligen Hauptkirche St. Nikolai am Hopfenmarkt. Die Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und erinnert heute als Mahnmal an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. In ihrem Kellergewölbe befindet sich ein Schauraum, der ab dem 2. September eine neue Sonderausstellung des Archäologischen Museums Hamburg beherbergen wird: „Ausgegraben. Archäologische Forschungen zur Nikolaikirche“.

 

Luftbild: Die Ausgrabungsfläche (2014) mit den Fundamentresten der Nikolaikirche am Hopfenmarkt/Ecke Hahntrapp
Grabung St. Nikolai 02

Bilder der Ausgrabungen des Archäologischen Museums Hamburg zu St. Nikolai 2014

 

Vielen unbekannt ist allerdings, dass es – unweit des heutigen Mahnmals – eine noch ältere Nikolaikirche gab. Sie wurde 1195, in einer Schenkungsurkunde, erstmalig erwähnt und 1842, beim Großen Brand von Hamburg, so stark beschädigt, dass sie abgerissen werden musste. Im heutigen Stadtbild ist nichts mehr von dieser Kirche zu erkennen, doch im Untergrund sind ihre Spuren bewahrt. Durch die Ausgrabungen des Archäologischen Museums Hamburg konnten in den letzten Jahren spannende Erkenntnisse gesammelt und dadurch neue Aussagen zur ihrer Baugeschichte gemacht werden. Denn die Geschichte der Kirche, die zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert mehrfach baulich erweitert wurde, weist zahlreiche Geheimnisse auf. So ist zum Beispiel ihr Gründungsdatum ebenso fraglich, wie die Datierung ihrer baulichen Erweiterungen. Von den Anfängen als Seefahrerkapelle über die mehrfache Zerstörung bis hin zu ihrer heutigen Nutzung als Mahnmal präsentiert die Ausstellung nun viele neue Fakten, verknüpft erstmals historische Überlieferungen mit aktuellen Grabungsergebnissen und ergänzt die Baugeschichte von St. Nikolai um einen neuen, archäologischen Blickwinkel.

 

Die Ausstellung wurde gemeinsam mit dem Mahnmal St. Nikolai realisiert und wird unterstützt von der Landeszentrale für politische Bildung.

 

 

Das Ticket umfasst:

  • – den Besuch der Sonderausstellung “Ausgegraben. Archäologische Forschungen zur Nikolaikirche”
  • – den Besuch der Dauerausstellung “Gomorrha 1943. Die Zerstörung Hamburgs im Luftkrieg”
  • – eine Fahrt mit dem gläsernen Panoramalift auf den Aussichtsturm

 

Ort: Gewölbekeller des Mahnmals St. Nikolai, Willy-Brandt-Str. 60, 20457 Hamburg

 

 

AMH_Sonderlogo

Mahnmal_logo

 

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Mahnmal St. Nikolai © Dörte Huß

Mahnmal St. Nikolai © Dörte Huß


Standort:

Gewölbekeller des Mahnmals St. Nikolai

Ausstellungsdauer:

02.09.2020 bis 22.11.2020

Infos:

5 Euro
ermäßigt 4 Euro
Kinder 3 Euro

Geöffnet:

Montag

10:00 - 18:00 Uhr

Dienstag

10:00 - 18:00 Uhr

Mittwoch

10:00 - 18:00 Uhr

Donnerstag

10:00 - 18:00 Uhr

Freitag

10:00 - 18:00 Uhr

Samstag

10:00 - 18:00 Uhr

Sonntag

10:00 - 18:00 Uhr