Fotografien von Yvonne von Schweinitz aus den Jahren 1953 und 1960

22. März bis 16. Juni 2019

Das Archäologische Museum Hamburg zeigt bis zum 16. Juni die Ausstellung „SYRIEN. Fragmente einer Reise, Fragmente einer Zeit“ mit Fotografien von Yvonne von Schweinitz (1921-2015). Die Fotografin reiste 1953 und 1960 nach Syrien in die heute weitgehend zerstörten Städte Damaskus, Homs, Hama und Aleppo, mit Abstechern in die Wüstenoase Palmyra und ins Alawitengebirge. Die Ausstellung lädt den Besucher ein, sich auf die Pfade der Reisefotografin Yvonne von Schweinitz zu begeben. Zu sehen sind über 80 Schwarz-Weiß-Fotografien und zahlreiche Farbdiapositive, die sie mit ihrer Rolleiflex und verschiedenen Kleinbildkameras aufgenommen hat. Ergänzendes Material vermittelt einen Eindruck von der aktuellen, vom Bürgerkrieg erschütterten Situation Syriens.

 

Syrien – das unbekannte Land

Mit der Ausstellung rückt das Museum ein Land in den Fokus, dessen bedeutende Kultur und viele Jahrtausende währende Geschichte den meisten wenig bekannt ist. Das aktuelle Bild von Syrien ist geprägt von der medialen Berichterstattung über den Bürgerkrieg mit unzähligen Toten, zerstörten Städten und Kulturdenkmälern sowie Millionen von Menschen, die auf der Flucht sind. Die Ausstellung hingegen vergegenwärtigt den kulturellen Reichtum und die historische Bedeutung Syriens und zeigt auf, dass die Geschichte Syriens trotz aller Widrigkeiten bestehen bleibt und das Land und seine Menschen nicht vergessen werden sollten. Angeordnet sind die Bilder in sieben Stationen, die sich an von Schweinitz’ Reiseroute orientieren und den Besuch der Ausstellung selbst zu einer kleinen Reise machen. Die gerahmten Aufnahmen auf Barytpapier zeigen neben bedeutenden geschichts- und religionsträchtigen Baudenkmälern und Sehenswürdigkeiten auch Straßen- und Alltagsszenen, Kulturorte sowie Portraits verschiedener Ethnien.
Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit den Hamburger Kuratoren Claus Friede und Mathias von Marcard.

 

Informationen zur Fotografin Yvonne von Schweinitz

Yvonne von Schweinitz, geb. Gräfin von Kanitz, wurde 1921 in Danzig geboren. Sie studierte Romanistik und Kunstgeschichte und war anschließend als Übersetzerin tätig. Ihre  erste große Foto-Reise führte sie 1952 nach Marokko. 1953 bereiste sie sieben Monate lang zusammen mit Kollegen, darunter auch der Journalist Hans von Meiss-Teuffen, den Vorderen Orient mit dem Auto. Ihre legendären Fotos brachte sie in das Atelier des bekannten Fotojournalisten Willy Pragher (1908-1992) in Freiburg i.Br. ein. 1957 heiratete sie Viktor von Schweinitz. Ihre fotografische Tätigkeit übte sie weiter aus. Auf ausgedehnten Reisen mit ihrem Mann nach Nordafrika, in den Nahen und Mittleren Osten und nach Südamerika, entstanden zahlreiche Bildreportagen. Eine Auswahl ihrer Syrien-Fotografien aus den Jahren 1953 und 1960 ist nun erstmals in einer eigenen Schau zu sehen.
Die Ausstellung ist ein Projekt von Claus Friede Contemporary Arts und Marcard Pro Arte & V V GmbH. Mit Unterstützung der Fondation Erica Sauter, Genève.

 

Führungen zur Sonderausstellung

Sonntagsführung SYRIEN – Fragmente einer Zeitreise in Fotografien

Syriens Geschichte wird anhand der Fotografien von Yvonne von Schweinitz aus den Jahren 1953 und 1960 lebendig. Die historischen Aufnahmen zeigen das Land, den kulturellen Reichtum und die Menschen. Die Reise führt von Damaskus zu den bedeutsamen Stätten Hama, Aleppo und Palmyra, ins Alawiten-Gebirge bis hin zur Kreuzritterburg „Krak des Chevaliers“. Die Führung vermittelt die historische Bedeutung Syriens, die tausende von Jahren zurückreicht und auch für die Geschichte Mitteleuropas wegweisend war.

Termine:
7.4.2019, 13.00 – 14.00 Uhr und 15.00 – 16.00 Uhr
14.4.2019, 13.00 – 14.00 Uhr und 15.00 – 16.00 Uhr
5.5.2019, 13.00 – 14.00 Uhr und 15.00 – 16.00 Uhr
26.5.2019, 13.00 – 14.00 Uhr und 15.00 – 16.00 Uhr
2.6.2019, 13.00 – 14.00 Uhr und 15.00 – 16.00 Uhr
Ort: Museumsplatz 2, Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt, Anmeldung: ohne

 

Kuratorenführung

Die Kuratoren der Ausstellung, Claus Friede und Mathias von Marcard führen Sie durch die Ausstellung und geben einen umfassenden Einblick in deren Entstehungsgeschichte. Im Anschluss an die Führung können Sie die Ausstel­lung noch einmal mit ande­ren Augen betrach­ten und die neu gewon­ne­nen Einbli­cke vertie­fen.
Termine:
31.03.2019, 14-15 Uhr: Mathias von Marcard
28.04.2019, 14-15 Uhr: Claus Friede
12.05.2019, 14-15 Uhr: Mathias von Marcard
16.06.2019, 15-16 Uhr: Claus Friede (zum Abschluss der Ausstellung)
Ort: Museumsplatz 2, Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt, Anmeldung: ohne Erwachsenführung


Standort:

Archäologisches Museum Hamburg Sonderausstellung

Museumsplatz 2
21073 Hamburg

Ausstellungsdauer:

22.03.2019 bis 16.06.2019

Die Ausstellung ist beendet

Infos:

Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro, bis 17 Jahren frei

Geöffnet:

Dienstag

10:00 - 17:00 Uhr

Mittwoch

10:00 - 17:00 Uhr

Donnerstag

10:00 - 17:00 Uhr

Freitag

10:00 - 17:00 Uhr

Samstag

10:00 - 17:00 Uhr

Sonntag

10:00 - 17:00 Uhr