VORTRAG

Archäologisches Museum Hamburg präsentiert neuen Vortrag in der Reihe “Schaufenster der Geschichte”:

Die genetische Herkunft der Europäer: Migration in der Vorgeschichte

Referent: Prof. Dr. Johannes Krause, Direktor der Abteilung Archäogenetik, Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte

Das Archäologische Museum Hamburg präsentiert am Donnerstag, dem 31. Mai, um 18.00 Uhr einen neuen Vortrag in der Reihe „Schaufenster der Geschichte“. Die genetische Forschung hat im vergangenen Jahrzehnt eine wahre Revolution erlebt. Mit der Entwicklung hochmoderner Genanalysen können heute Antworten auf große Fragen aktueller sowie vergangener Zeiten gefunden werden: Wie hat sich der Mensch entwickelt, und woher kommt er? Welche genetisch bedingten Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es zwischen menschlichen Populationen? Prof. Johannes Krause, Direktor der Abteilung Archäogenetik am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte hat mit seinem Team Gene aus der Steinzeit analysiert, um der Herkunft der Europäer auf die Spur zu kommen. In seinem Vortrag wird er diese Forschungsergebnisse vorstellen. 

Das Thema könnte aktueller kaum sein: Das Archäologische Museum Hamburg zeigt noch bis zum 2. September die Sonderausstellung „Zwei Millionen Jahre Migration“.

Mit Hilfe von genetischen Analysen prähistorischer Skelette lassen sich Ereignisse aus der Menschheitsgeschichte rekonstruieren, die für Archäologen und Historiker häufig im Verborgenen bleiben. Dies gilt im Besonderen für den Zusammenhang zwischen Migration und Epochenübergängen in prähistorischer Zeit, welcher sich anhand von Grabbeigaben und anderen archäologischen Artefakten nur begrenzt untersuchen lässt. So wurde über viele Jahre diskutiert, ob der Übergang von Jäger-Sammler- zu frühbäuerlichen Gesellschaften am Beginn der Jungsteinzeit in Europa mit einer Einwanderung aus dem Nahen Osten verknüpft war oder ob es sich um eine kulturelle Weitergabe von innovativen Techniken und domestizierten Tieren und Pflanzen handelte. Eine ähnliche Frage stellte sich in Bezug auf den Übergang zwischen Steinzeit und Bronzezeit. Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, wurden von Prof. Krause und seinem Forschungsteam bis heute rund 1.000 prähistorische Individuen „genomweit“ untersucht, um Veränderungen in der genetischen Zusammensetzung der frühen Europäer im Zusammenhang mit Epochenwechseln zu beleuchten. Dabei wurden Hinweise auf zwei massive Migrationsereignisse gefunden, die ihre Spuren in allen heutigen Westeurasiern hinterlassen haben.

Der Vortrag findet am 31. Mai um 18.00 Uhr im Archaeologicum des Archäologischen Museums Hamburg, Harburger Rathausstraße 5, 21073 Hamburg statt. Eintritt: 4 Euro, ermäßigt 3 Euro, ohne Anmeldung.

Die Vortragsreihe geht weiter:

Am 28. Juni wird Melanie Wunsch, Kuratorin am Neanderthal Museum in Mettmann, einen Vortrag über die aktuelle Ausstellung des Archäologischen Museums Hamburg „Zwei Millionen Jahre Migration“ halten. Ihr Thema lautet: „Erfahrungen mit der Rezeption der Ausstellung – Begeisterung, Zustimmung, Ablehnung, Anfeindungen“.

 

30. August:

Kann die spätantike ‘Völkerwanderung’ etwas zum besseren Verständnis unserer Gegenwart beitragen?

Prof. Dr. Stefan Esders, Freie Universität Berlin, Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften

 

Die Vorträge finden jeweils donnerstags um 18:00 Uhr im Archäologischen Museum Hamburg, Harburger Rathausplatz 5, 21073 Hamburg, statt.


Standort:

Archäologisches Museum Hamburg Dauerausstellung

Harburger Rathausplatz 5
21073 Hamburg

Infos:

Kosten: 4 Euro, ermäßigt 3 Euro.
Anmeldung erforderlich unter 040/42871-2497.

Termin(e):