VORTRAG

 

Das Archäologische Museum Hamburg präsentiert am Donnerstag, dem 27. Juni, um 18 Uhr einen neuen Vortrag in der Reihe “Schaufenster der Geschichte”. Diesmal wird Ulrike Braun, Leiterin des Archäologischen Zentrums Hitzacker, darüber berichten, wie aus einem sensationellen archäologischen Fund ein Freilichtmuseum wurde.

 

Bei Erdarbeiten im Uferbereich der Jeetzel wurden 1969 überraschend Keramikscherben und Erdverfärbungen entdeckt. Bauarbeiter waren auf einen mehr als 3.000 Jahre alten Hausgrundriss gestoßen – ein für Norddeutschland seinerzeit aufsehenerregender Fund. Die in den nächsten Jahren folgenden archäologischen Ausgrabungen rund um den Hitzacker-See zeigten, dass das Gelände bereits seit 4.000 Jahren von Menschen genutzt worden war. Dieses Ergebnis führte 1990 schließlich zum Startschuss für das Archäologische Zentrum Hitzacker, Deutschlands erstes Freilichtmuseum der Bronzezeit.

 

Die Leiterin des Zentrums, Ulrike Braun, wird in ihrem Vortrag die Bedeutung der Fundstelle für die Siedlungsforschung Nord-Ost-Niedersachsens erläutern und erklären, wie mit Hilfe der Experimentellen Archäologie drei bronzezeitliche Langhäuser rekonstruiert und auf dem Gelände erbaut werden konnten. Außerdem wird sie das Vermittlungskonzept des Archäologischen Zentrums vorstellen, das den Besuchern neben der historischen Baukunst auch einen anschaulichen Eindruck der bronzezeitlichen Umwelt und Pflanzenwelt zu vermitteln versucht.

 

In unserer Vortragsreihe “Schaufenster der Geschichte“ wird immer am letzten Donnerstag im Monat ein Vortrag rund um die Themen Archäologie oder Stadtgeschichte angeboten. In der Reihe stellen internationale Experten ihre aktuellsten Forschungsergebnisse vor und zeigen exklusives Bild- und Filmmaterial ihrer neuesten Entdeckungen. Die Veranstaltungen finden – wenn nicht anders angegeben – donnerstags um 18.00 Uhr in der Archäologischen Dauerausstellung am Harburger Rathausplatz 5, 21073 Hamburg statt.

 

 

Die nächsten Vorträge:

 

  • 29. August: Prof. Dittmar Machule, Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH): „Pionierkaserne: Von der Kaserne zur Technischen Universität“
  • 26. September: Ute Drews, Leiterin des Wikinger Museums Haithabu: „Wikinger Museum Haithabu – Schaufenster einer frühen Stadt“
  • 31. Oktober: Dipl. Ing. Architekt Christoph Schwarzkopf, Denkmalschutzamt Städtebauliche Denkmalpflege Bezirke Hamburg-Mitte und Harburg: „Neues Bauen in Harburg in den 1920ern – Abglanz des Bauhauses? – eine Spurensuche“
  • 28. November: Dr. Rüdiger Articus „Aus den Anfangstagen der Photographie in Norddeutschland und in Harburg“

 


Standort:

Archäologisches Museum Hamburg Dauerausstellung

Harburger Rathausplatz 5
21073 Hamburg

Infos:

Kosten:
4 Euro, ermäßigt 3 Euro

ohne Anmeldung

Termin(e):