VORTRAG

 

Das Archäologische Museum Hamburg präsentiert am Donnerstag, den 27. Oktober, um 18 Uhr einen neuen Vortrag in der Reihe “Schaufenster der Geschichte”.

Achtung! Wichtige Programmänderung:  Der ursprünglich für den 27. Oktober angekündigte Vortrag von Dr. Thomas Hufschmid „Deine Arena, Caesar, übertrifft die erythräischen Triumphzüge — die Spiele im Amphitheater als Ideologieträger der römischen Kultur“ muss leider entfallen.

Das Archäologische Museum Hamburg bietet aber für denselben Termin ein neues Vortragsthema an:

 

Von Burgen und Kaufleuten – Die Ausgrabungen an der Neuen Burg

Referent: Kay-Peter Suchowa, Grabungsleiter am Archäologischen Museum Hamburg

 

Das Archäologische Museum Hamburg präsentiert am Dienstag, dem 27. Oktober um 18 Uhr einen neuen Vortrag: Diesmal wird Kay-Peter Suchowa, Grabungsleiter am Archäologischen Museum Hamburg, die Teilnehmer auf eine Zeitreise in das frühe Hamburg mitnehmen. Er berichtet über die Arbeit der Bodendenkmalpflege und die spannenden Ergebnisse der letzten Ausgrabungen im Zentrum Hamburgs. Seit sieben Jahren begleiten die Archäologen dort jede Baustelle rund um den Hopfenmarkt. Dabei stieß das Grabungsteam immer wieder auf neue Puzzlesteine, die das Bild von Hamburgs früher Stadtgeschichte vervollständigen. Besonders die spektakulär erhaltenen Holzkonstruktionen der Neuen Burg sind dabei von großem Wert. Während der diesjährigen Ausgrabungen im Bereich des Westwalls der Burg konnten spannende Details zum Wallaufbau und seiner Funktion ermittelt werden, von denen der Referent berichten wird.

 

Das Gebiet der Neuen Burg gilt als die Keimzelle der Hamburger Neustadt. An kaum einem anderen Ort in Hamburg reichen die archäologischen Schichten so tief wie hier im Mündungsdreieck zwischen Alster und Elbe. Die Neue Burg war im 11. Jahrhundert die größte Burganlage Norddeutschlands und hatte einen Durchmesser von 160 Metern. Ihr mächtiger Wall sicherte den Westen Hamburgs gegen feindliche Angriffe. Der Neuen Burg kam damit eine Schlüsselrolle als Nachfolge-Befestigung der Hammaburg zu. Im 12. Jahrhundert wurde die Neue Burg allerdings aufgegeben. Die geborgenen Funde dokumentieren ihre Baustrukturen, erzählen von den Anfängen Hamburgs und gewähren Einblicke in das alltägliche Leben der früheren Bewohner. In diesem Jahr  war es den Archäologen erstmals möglich auf einer über 200 m² großen Grabungsfläche im östlichen Teil der Burg die Walloberkante sowie den inneren Wallfuß zu dokumentieren, und auch die Besiedlungsgeschichte vom 11. Jahrhundert bis hin zum Großen Brand von 1842 lückenlos nachzuweisen. Was die neuen Funde über die frühen Siedler und die Burg erzählen, wird Kay-Peter Suchowa in seinem Vortrag berichten.

 

Die Vortragsreihe geht am 28. November mit einer ganz besonderen Veranstaltung weiter: André Tippner von der norddeutschen Gladiatorenschule „LVDVS NEMESIS“ wird einen Vortrag zum Thema „Gladiatur heute und früher, Reenactment – Vergangenes leben und erleben“ halten. Zusätzlich wird die Gruppe eine Kampf-Vorführung präsentieren.

 

In unserer Vortragsreihe “Schaufenster der Geschichte“ wird ein Vortrag rund um die Themen Archäologie, Stadtgeschichte oder die aktuelle Sonderausstellung angeboten. In der Reihe stellen internationale Experten ihre aktuellsten Forschungsergebnisse vor und zeigen exklusives Bild- und Filmmaterial ihrer neuesten Entdeckungen.

 

Die Veranstaltung findet unter Berücksichtigung der Hygiene- und Abstandsregelungen der Freien und Hansestadt Hamburg im Helms-Saal, Museumsplatz 2, 21073 Hamburg statt.

 


Standort:

Helms-Saal, Museumsplatz 2, 21073 Hamburg

Infos:

Kosten:
4 Euro, ermäßigt 3 Euro

ohne Anmeldung

Termin(e):