AMH Blog
FacebookTwitterInstagramYoutubeGoogle+
App Store Google Play
 

Adresse & Anfahrt

Museum (Haupthaus)

Museumsplatz 2
21073 Hamburg

Tel. 040/42871-3609

▸ weitere Infos

Öffnungszeiten

Das Museum ist Di-So in der Zeit von 10.00-17.00 Uhr für Sie geöffnet.

Eintrittspreise

Erwachsene: 6 Euro
Ermäßigt: 4 Euro
Bis 17 Jahren frei
Inhaber der HamburgCARD ermäßigt

Der Eintritt berechtigt zum Besuch aller Häuser des Museums.

Für Gruppen und bei einigen Sonderveranstaltungen gelten gesonderte Eintrittspreise

 
ZoomWissenschaftler-6-klein.jpg

EisZeiten - erste gemeinsame Ausstellung mit dem Museum für Völkerkunde Hamburg

Unter dem gemeinsamen Titel “EisZeiten” zeigen das Archäologische Museum Hamburg und das Museum für Völkerkunde Hamburg vom 18. Oktober 2016 bis 14. Mai 2017 ihre erste Doppelausstellung. Das Archäologische Museum Hamburg wird in seinen Räumen die Teilausstellung “Die Kunst der Mammutjäger” präsentieren und das Museum für Völkerkunde Hamburg die Teilausstellung “Die Menschen des Nordlichts”.

Klimawandel, Gletscherschmelze, Erderwärmung – Schlagworte wie diese umschreiben Szenarien, die das Leben auf der Erde in der Menschheitsgeschichte mehrfach dramatisch verändert haben. Spürbar werden diese Veränderungen zuerst in den empfindlichsten Ökosystemen. Heute sind dies vor allem die arktischen Regionen, doch standen die Menschen in Nordeuropa am Ende der letzten Eiszeit vor vergleichbaren Herausforderungen. Das Archäologische Museum Hamburg und das Museum für Völkerkunde Hamburg beleuchten erstmals in einer großen Doppelausstellung die harten Lebensumstände und die faszinierende Kreativität der Menschen am Rande des Eises damals wie heute.

Dem Archäologischen Museum Hamburg ist es im Rahmen seiner Teilausstellung “Die Kunst der Mammutjäger” gelungen, noch nie außerhalb Russlands gezeigte Originale aus der Kunstkammer St. Petersburg, dem ältesten Museum Russlands, nach Hamburg zu holen. Erstmals können damit besonders spektakuläre Kunstwerke aus Mammut-Elfenbein von russischen Fundplätzen in Deutschland präsentiert werden. Die geschnitzten Figuren wurden mit großer Kunstfertigkeit geschaffen. Mammut, Löwe oder Wildpferd waren beliebte Motive der eiszeitlichen Künstler – aber auch wunderbare Frauenfiguren in vielen Varianten, die sogenannten Venusstatuetten. Seit der Auffindung der ersten Venusstatuetten der Altsteinzeit faszinieren diese die Menschen.
Die einzigartigen Leihgaben aus St. Petersburg, insgesamt gut 50 Objekte, stammen aus Kostenki, einem eiszeitlichen Jagdlager am Don. Die Originalfunde waren bislang nur russischen Wissenschaftlern zugänglich und sind bisher noch nicht international wissenschaftlich publiziert. Sie gehören zu der weltberühmten Sammlung der St. Petersburger Kunstkammer, die nach der Eremitage das meistbesuchte Museum St. Petersburgs ist.

Die Kunst der Eiszeit ist in der Ausstellung im Archäologischen Museum Hamburg in die Darstellung der damaligen Lebens-, Klima- und Umweltbedingungen eingebettet. Der Fokus ist dabei exemplarisch auf die späte Eiszeit in Norddeutschland gerichtet, die archäologisch nach berühmten Fundstätten als Hamburger Kultur, Rissener Stufe und Ahrensburger Kultur benannt wird. Von hier aus ermöglichen Vergleiche zu den heute in der arktischen Zone lebenden Völkern Querbezüge zur Ausstellung im Museum für Völkerkunde Hamburg.

Die Ausstellung zeigt auch die einzigartige Tierwelt der Eiszeit: Mammuts, Moschusochsen und Schneehasen lebten zu dieser Zeit auch in Hamburg und waren ständige Wegbegleiter und Nahrung der frühen Menschen. Zu den beeindruckendsten Ausstellungsobjekten gehört ein fast vier Meter hohes Mammut.

Freuen Sie sich auf die faszinierende Welt der Eiszeit!

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.