Archäologisches Museum Hamburg startet mit ArchaeoScreen und ChatBot „HammaBot“ mit digitalem Storytelling am Hamburger Domplatz

Ab April 2018 erprobt das Archäologische Museum Hamburg neuartige digitale Vermittlungskonzepte am Hamburger Domplatz im Projekt SmartSquare in Kooperation mit der HafenCity Universität.  Kern ist die Belebung des Domplatzes, dem einstigen Standort der Hammaburg und über Jahrhunderte hinweg geistig-kultureller Mittelpunkt der Stadt. Mittels digitalem kulturellem Storytelling und innovativer Dienstleistungsmodelle soll hier die Bedeutung des Platzes vermittelt werden.

Es gibt etwas zu sehen: der „ArchaeoScreen“ dient als digitale Litfaßsäule im Schaufenster der Museumsfiliale „Bischofsturm“” am Speersort. Der Screen soll Kulturinteressierte und Passanten auf eine kurze Zeitreise mitnehmen. Bisher war es nur möglich, durch einen Besuch des archäologischen Denkmals Bischofsturm oder durch die Teilnahme an der vom Museum angebotenen Stadtführung „Archäologie entdecken im Zentrum Hamburgs: Der Hammaburg auf der Spur“ in die Historie des Platzes eintauchen. Das wird sich nun ändern. Auf dem ArchaeoScreen gibt es eine digitale Rekonstruktion der Hammaburg im 9. Jahrhundert zu sehen, dazu werden kleine Geschichten zu Fundobjekten rund um den Mythos Hammaburg erzählt und auf Aktuelles aus dem Archäologischen Museum Hamburg hingewiesen.

Wer ein bisschen mehr Zeit und Interesse mitbringt, kann sein Wissen zudem mit dem kostenlosen WhatsApp Guide „HammaBot“ vertiefen. In nur wenigen Schritten ist die Verbindung hergestellt und los geht es mit kurzen Videos und Bildern. Dabei kann eigenständig zwischen verschiedenen Aspekten entscheiden werden: Archäologie, Stadtgeschichte oder –entwicklung. Mit Hilfe eines Bots, also einer einfachen Form der künstlichen Intelligenz, lädt der HammaBot zum kurzen Dialog ein. Wer will, kann auch seinen persönlichen Eindruck zum Platz, als Bild oder Text, mit dem Bot teilen.

Hinter dem ArchaeoScreen und dem HammaBot steckt viel Forschungsarbeit im Rahmen des Projekts  „SmartSquare“. Das Verbundprojekt der HafenCity Universität, dem Archäologischen Museum Hamburg, dem Netzwerk der digitalen Wirtschaft Hamburg@Work und eCulture.info wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Ziel ist die Erprobung eines Formats, das möglichst schwellenfrei funktioniert. Der ArchaeoScreen dient als digitale und dennoch physische Verankerung: Er liefert einen ersten Einstieg in das Thema, während der HammaBot als neues Interaktionsformat erprobt wird. Ganz nach dem Motto “bring your own device“ wird hier der Besucher nicht mit einer weiteren App angesprochen, sondern kann auf eine – sehr wahrscheinlich – bereits genutzte Applikation zurückgreifen. Der Domplatz wird gegenwärtig durchaus als kleine Oase im Schatten der Mönckebergstraße wahrgenommen und auf vielfältige Weise genutzt, jedoch nur wenige Besucherinnen und Besucher sind sich seiner historischen Relevanz bewusst. Das soll mit dem Projekt geändert werden.

Nach dem ersten Aufschlag sind zwei weitere Angebote geplant, die mit anderen digitalen Medien experimentieren, wie Audio und Edutainment. Am Domplatz nutzt das Archäologische Museum die einmalige Chance, neue Formate sowohl im öffentlichen als auch im digitalen Raum zu erproben, um sie später weiterzuentwickeln.

Das geplante öffentliche WLAN in Hamburgs Innenstadt ermöglicht dabei die Interaktion der User, ohne ihr Datenvolumen zu belasten.

Wie das Ganze funktioniert?

Ist die Nummer des HammaBot (+4915792385856) im Telefonbuch einmal eingespeichert, muss nur noch ein „MOIN“ über WhatsApp versendet werden und los geht’s!

 

 

Der Flyer zum Download: Hammabot Flyer