Ab 2018: Die Dauerausstellung zur Harburger Stadtgeschichte

Auch wenn es noch nicht ganz so weit ist, möchte das Archäologische Museum Sie schon jetzt zur Eröffnung der neuen Dauerausstellung zur frühen Harburger Stadtgeschichte einladen, die ab 2018 im Gewölbekeller des Harburger Schlosses zu sehen sein wird. Der Eröffnungstermin wird rechtzeitig bekannt gegeben!

Anhand von Modellen, historischen Ansichten, Stadtplänen und einer Vielzahl anderer historischer Objekte zeigt die neue Ausstellung künftig die Anfänge der bis 1937 selbständigen Stadt Harburg.

Erleben Sie Harburg in seinen unterschiedlichen historischen Facetten: Als Residenzstadt, als Garnisonsstadt, als Stadt auf dem Weg zur Moderne und als Arbeiterstadt.

 

Harburg als Residenzstadt – eine erste Blütezeit

Von 1527 bis 1642 residierten und regierten in Harburg die Herzöge Otto I., Otto II. und Wilhelm von Braunschweig und Lüneburg – alle Angehörige des welfischen Herzogshauses. In den knapp 120 Jahren ihrer Regierungszeit erlebte Harburg eine erste Blüte. Die Herzöge entwickelten ihre Residenzstadt in wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht weiter. Eine ihrer ersten Maßnahmen war die Gründung der Schützengilde, die noch heute zu den bedeutendsten gesellschaftlichen Kräften Harburgs zählt.

 

Harburg als Garnisonsstadt – das Schloss als gewaltige Festungsanlage

Nach dem Tod des letzten Herzogs im Jahr 1642 begann Harburgs Zeit als Garnisonsstadt. Das herzogliche Schloss wurde zu einer gewaltigen Festungsanlage ausgebaut. Mehrere Pläne zeigen den Umbau von der Schlossinsel zur mächtigen Zitadelle, deren Ausmaße die bekannte Harburg-Ansicht von Merian erahnen lässt.

 

Harburg auf dem Weg zur Moderne – mit hochmodernem Seehafen und neuem Bahnhof

Die entscheidende Entwicklung zur Großstadt begann für Harburg mit dem Einsetzen der Industrialisierung. Eine Vorbedingung hierfür war der Ausbau der ehemaligen Befestigungsgräben der Zitadelleninsel zu einem modernen Seehafen in den späten 1840er Jahren. Ein Modell von 1859, als Tastmodell für den blinden König Georg V. angefertigt, zeigt den neuen Seehafen mit seinen damals hochmodernen Kaianlagen und dem 1848 eingeweihten ersten Harburger Bahnhof.

 

Harburg als Arbeiterstadt – in 60 Jahren von 6 000 auf 60 000 Einwohner

Die sich in Harburg ansiedelnden Industriebetriebe zogen Heerscharen von Arbeitern an. Die Einwohnerzahl Harburgs wuchs zwischen 1850 und 1910 um das zehnfache von rund 6 000 auf über 60 000 Menschen. Der neue Reichtum auf der einen und die Masse der zugezogenen Arbeiterschaft auf der anderen Seite veränderten das Gesicht der Stadt und brachten neue kulturelle Impulse mit sich. Das ehemals von Fachwerkarchitektur geprägte Stadtbild erhielt mit gründerzeitlichen Gebäuden einen neuen Ausdruck, der auf historischen Fotografien festgehalten ist.


Standort:

Harburger Schloss

Bauhofstraße 8a
21079 Hamburg